Ausstellungseröffnung "Zwei Welten" am 05.07.2011 im Rathaus Remscheid
Zwei Welten heißt die Ausstellung von Annet van der Voort, die Arbeit und Leben DGB/VHS Nordrhein-Westfalen e.V. seit 2008 als Wanderausstellung zeigt. In der Zeit vom 05. Juli bis 31. August wird die Ausstellung im Rathaus der Stadt Remscheid zu sehen sein. Veranstalter ist das Regionalbüro von Arbeit & Leben - zuständig für das Bergische Land und Hagen in Zusammenarbeit mit der VHS Remscheid und dem Jugendrat der Stadt Remscheid.
Migration ist längst ein weltweites Phänomen. Menschen verlassen ihre Heimat, die einen gezwungenermaßen, die anderen freiwillig. Die Ankunft in einem anderen Land ist oft von Hoffnungen und neuen Zukunftsperspektiven geprägt, bedeutet auf Dauer aber immer auch einen Verlust kultureller, sprachlicher und gesellschaftlicher Identität.
Junge Menschen, Migrantinnen und Migranten zwischen 15 und 20 Jahre alt und aus 50 verschiedenen Herkunftsländern stammend, hat die in den Niederlanden aufgewachsene Foto-Designerin Annet van der Voort aufgesucht, interviewt und vor die Kamera gebeten. Sie begegnen uns offen und unverstellt, ungeschützt und ernst, porträtiert ohne ablenkende Alltagsszenerien. Jede Fotografie wurde mit kurzen, sehr persönlichen Interviewaussagen kombiniert.
Junge Menschen aus einer Vielzahl von Ländern leben längst unter uns. Sie stammen z.B. aus England, Holland und Irland, aus Italien, Spanien und Portugal, aus Polen und Russland, Rumänien, Bulgarien und den Nachfolgestaaten Ex-Jugoslawiens, aus der Türkei, aus Krisengebieten wie Afghanistan, Irak, Tschetschenien, Palästina, Libanon oder Sri Lanka, aus afrikanischen und ostasiatischen Ländern, aus Mittel- oder Südamerika. Sie alle leben in und mit zwei Welten, sie alle versuchen, zwischen eigener Herkunft und neuer Lebenswelt eine Ausrichtung für ihr Leben zu finden. Sie müssen sich mit ihrem Fremd- und Anderssein auseinandersetzen und wie ihre hier geborenen Altersgenossen träumen sie von Akzeptanz, Glück, Wohlstand und Erfolg. Ihre Erwartungen an die Zukunft sind stets aber auch von Erinnerungen aus ihrem Herkunftsland geprägt.
Entstanden ist ein Panorama von Lebensläufen und Lebensentwürfen, das dem vielgestaltigen Thema Migration und Interkulturalität konkrete Gesichter und Stimmen verleiht.
Fotos: Michael Baumgart











